Der Schlehbaumhof

Nach einem Brand im Jahr 1910 wurde der Hof von Peers Urgroßmutter, einer geborenen Schlehbaum, neu aufgebaut. Lange Zeit war er verpachtet, bis er nur noch als Wohnraum, und nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt wurde. Seit 1989 füllt Peers Familie den Hof mit Leben.

Seit 2017 wird der Hof wieder als landwirtschftlicher Betrieb genutzt.

Auszeichnungen und Referenzen

Über unser Konzept der mobilen Schweinehaltung wurde bereits in Zeitungen und Fernsehen berichtet. Auch Preise haben wir gewonnen.

Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Arbeit durch den ZEIT WISSEN-Preis 2020 in der Kategorie „Durchstarten“ und den Innovationspreises Tierwohl 2019.

Unsere Philosophie

Unser Ziel ist es, mit dem Schlehbaumhof zu einem fruchtbaren und lebensfreundlichen Ort zu kreieren und die vorhandenen Ressourcen so zu nutzen, dass alle Teile des Systems voneinander profitieren. Wir wünschen uns, dass alle Lebenwesen auf dem Schlehbaumhof ein gutes und gesundes Leben führen können.

Dabei orientieren wir uns am Vorbild der Natur und versuchen, mit Ackerbau, Tierhaltung, Grünland sowie Hecken und Bäumen ein komplexes und vielschichtiges System zu etablieren. 

Wir möchten Ihnen einen offenen Hof bieten und soweit möglich Einblick in unsere Arbeit geben. Unsere Idee ist, dass Sie sich selber ein Bild machen können, wie Tierhaltung aussehen kann.

Regionalität

Uns ist es besonders wichtig, dass die Lebensmittel, die wir hier auf dem Schlehbaumhof produzieren, auch direkt von Ihnen genossen werden können. Lange Wege möchten wir vermeiden. Die Tiere haben keinen weiten Weg zum Schlachter und keinen Stress im großen Tiertransporter. Das fördert das Tierwohl, kommt der Fleischqualität zu Gute und schont die Umwelt.

Regionalität bedeutet für uns auch, dass alle hier vorhandenen Ressourcen auch hier genutzt werden. Wir versuchen, möglichst viele der hier wachsenden Lebensmittel zu verarbeiten. Das gilt nicht nur für die Tiere und Ackerkulturen, sondern auch für Früchte von Bäumen und Sträuchern oder Wildpflanzen.

Um die Regionalität umzusetzen, verkaufen wir unsere Produkte ab Hof. Unsere Kunden sollen gesunde und geschmacklich hochwertige Produkte bei uns bekommen, die vor Ort gewachsen sind und hier von uns verarbeitet wurden.

Tierwohl

Uns ist es wichtig, dass die bei uns lebenden Tiere ein möglichst glückliches Leben führen und ihr arteigenes Verhalten ausleben können. Deswegen haben alle Tiere bei uns Auslauf im Freiland und jede Menge Platz.

Um dieses Ideal umzusetzen, haben wir für die Schweine spezielle mobile Ställe entworfen und gebaut. Dadurch können die Schweine in regelmäßigen Abständen auf den Auslaufflächen versetzt werden. Sie haben Bewegungsfreiheit, können in der Erde graben und sich suhlen und so ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen. Die Schweine erleben täglich natürliche Reize wie Regen, Wind und Sonne und haben immer die Möglichkeit, sich in den schützenden Stall zurückzuziehen. Hier gibt es weitere Informationen zur mobilen Auslaufhaltung.

Zudem sind wir daran interessiert, die Diversität in der Landwirtschaft zu stärken. Bei der Rassenwahl haben wir uns daher bewusst für die Bunten Bentheimer Schweine entschieden. Sie sind die einzige deutsche Rasse, welche auf der roten Liste steht und daher besonderen Arterhaltungsschutz genießen muss. Mehr zu den Schweinen lesen Sie hier.

Natürliches Gleichgewicht

Unser Ziel ist es, die Ressourcen des Hofes so zu nutzen, dass ein geschlossenes System entsteht, in das wir möglichst wenig von außen hinzuführen müssen. Dabei sollen der Boden, die Kulturpflanzen und die Nutztiere nachhaltig gefördert werden und voneinander profitieren. Gleichzeitig wollen wir Lebensraum und Nahrung für wilde Lebewesen schaffen, also für Pflanzen, Insekten, Vögel und Säugetiere.

Durch die Nutzung natürlicher Ressourcen trägt der Landwirt zur Ernährung der Mitmenschen bei. Dabei stehen wir in der Verantwortung, diese Ausschöpfung so zu gestalten, dass ein natürliches Gleichgewicht erhalten wird. Uns gefällt hier der Begriff „pflegnutzen“ sehr gut: die Landschaft gleichzeitig zu nutzen und zu pflegen. Nur so können wir dauerhaft voneinander profitieren und gemeinsam bestehen.

In der ökologischen Landwirtschaft werden nur so viele Tiere gehalten, wie vom zur Verfügung stehenden Land versorgt werden können. Der Boden selbst wird nach ökologischer Auffassung genauso als Organismus betrachtet wie jedes andere Lebewesen und bedarf ebenfalls einer sorgfältigen Pflege und Versorgung. Er liefert durch die Pflanzen und Lebewesen, die auf und in ihm wachsen, den Nutztieren die Nährstoffe, die diese zum Leben benötigen. Gleichzeitig wird der Boden durch den Mist, den die Tiere auf der Weide hinterlassen, genährt.

Das sind wir

Wir, das sind Peer und Anna mit unseren (mittlerweile) drei Kindern. Unser Wunsch ist es, den Bauernhof zu einem produktiven, lebensfreundlichen und fruchtbaren Ort zu entwickeln.

Mit dem Ideal, einen geschlossenen Kreislauf aufzubauen, in dem alle Ressourcen bestmöglich genutzt werden und positive Wechselwirkungen entstehen, experimentieren wir mit aufbauendem Ackerbau und Permakultur-Elementen. Nach dem Vorbild der Natur soll ein möglichst vielschichtiges, komplexes System entstehen. Auch möchten wir eine möglichst vielfältige Land(wirt)schaft, in der auch Hecken und Bäume zur Produktion von Lebensmitteln sowie als Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere und Menschen dienen.

Peer

Ich bin auf dem Hof aufgewachsen, welcher nicht als landwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet wurde.

Schon als Kind habe ich mich für Landwirtschaft interessiert. Während meines Studiums zum ökologischen Landwirt und einem Auslandsjahr habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich den Hof zu einem funktionierenden landwirtschaftlichen System umgestalten kann. Im Jahr 2017 habe ich dann damit begonnen, den Hof wieder aufzubauen.

  • Ausbildung zum Landwirt (2013-2015)
  • duales Studium (Abschluss Sommer 2016) mit Bachelor im Fachbereich Ökologische Landwirtschaft an der Universität Kassel am Standort Witzenhausen
  • Auslandsjahr (2016/2017) in Neuseeland und Kanada mit Arbeit in der dortigen Landwirtschaft, um neue Perspektiven und Herangehensweisen kennenzulernen und zu erleben
  • Gründung des eigenen Betriebs 2018, Entwicklung der preisgekrönten Darumer Schweinemobile

Anna

Ich bin eigentlich Sozialarbeiterin. Schon immer habe ich gerne selber mein Gemüse angebaut und mich für naturnahe Lebensräume begeistert. Auf dem Schlehbaumhof habe ich nun die Möglichkeit, Ideen und Träume zu verwirklichen.

Auf dem Laufenden bleiben

Folgen Sie uns auf Instagram und entdecken Sie regelmäßig Neues vom Hof und frische Angebote aus unserem Hofladen und der Hofmetzgerei.